Abhandlung der Baureihe Mazda 626
Baureihe Mazda 626
Der Mazda 626 bildete von 1979 bis 2002 das Mittelklassemodell des japanischen Automobilherstellers Mazda. Er wurde neben der Bezeichnung Mazda 626 auch unter dem namen Mazda Capella in Japan und unter dem Namen Ford Telstar in Australien und Südafrika verkauft.
Die erste Generation des Mazda 626 wude von 1979 bis 1982 unter der internen Bezeichnung CB2 sowohl als Limousine als auch als Coupé hergestellt. Als Motorisierung standen in Deutschland ein 1,6-Liter-Motor mit 55 kW und ein 2,0-Liter-Motor mit 66 kW zur Verfügung. Der Erfolg des CB2 in Deutschland war sehr groß, was wohl auch auf die damals innovative geteilt umklappbare Rücksitzbank zurückzuführen war.
Von 1983 bis 1987 war in Deutschland die unter der Bezeichnung GC laufende zweite Modellgeneration des Mazda 626 erhältlich. Hier hatte man die Wahl zwischen dem 59 kW starken LX, der von einer 1,6-Liter-Maschine angetrieben wurde und dem 15 kW stärkeren GLX, der einen 2,0-Liter-Motor hatte. Ab 1986 wurde zusätzlich zu den Varianten LX und GLX auch ein GT angeboten, der mit 88 kW zu diesem Zeitpunkt der Stärkste der 626 Familie war. Auch eine Diesel-Variante und der 2,0i mit Katalysator war nun erhältlich.
Der erste Kombi der Reihe war ab 1987 mit der GD/GV genannten dritten Generation erhältlich. In dieser Generation war erstmals auch ein Modell mit Allrad-Antrieb und eine Variante mit Automatikgetriebe verfügbar. Der bis 1992 in Deutschland vertriebene Mazda war der erste mit einer 4WS genannten geschwindigkeitsabhängigen Hinterradlenkung erhältlich, die jedoch in den nachfolgenden Generationen des Mazda 626 nicht mehr verbaut wurde. Für die Motorisierung waren 2,0 und 2,2-Liter Otto-Motoren sowie ein 2,0-Lieter Diesel verfügbar.
Weitaus weniger erfolgreich war der von 1992 bis 1997 angebotene Efini MS6 GE, der erstmals ein komplett überarbeitetes, sportlicheres, Aussehen bekam, welches aber beim eher konservativen Kundenkreis nicht sehr gut ankam. Die vierte Generation war unter anderem mit dem bis dahin stärksten Motor, einem Sechszylinder Einspritzer in V-Form mit 120 kW, zu erwerben.
Mitte 1997 begann man mit der Produktion der fünften und damit letzten Generation des Mazda 626 die die Bezeichnungen GF und GW beinhaltete. GF Stand hier für die Bauformen Schräg- und Stufenheck, als GW wurde der Kombi verkauft. Diese Generation basiert nicht auf den Vorgängermodellen sondern ist eine komplette Neuentwicklung. Die Bezeichnungen der Varianten, früher LX oder GLX, wurden nun durch die Bezeichnungen Comfort, Spirit, Exclusive und Sportive ersetzt. Mit dem 2.0 TD wurde nun auch ein Turbodiesel-Direkteinspritzer angeboten.
Mazda beendete die Produktion seines Mittelklassewagens Mazda 626 am 30. August 2002 und stellte den Nachfolger, der nun die Bezeichnung Mazda 6 trägt, vor.
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