Abhandlung der Studie Mazda Kiyora

Mazda Kiyora

Internationale Autosalons sind meist ein Forum, das der Vorstellung der Träume der verschiedenen und krisengeschüttelten Autobauer dient. Die präsentieren Prototypen sind entweder PS-schwangere Boliden oder aber eine Manifestation der guten Absichten, was Verbrauch und Ökobewusstsein betrifft.


In letztere Kategorie fällt auch die neueste Mazdastudie, die in Paris präsentiert wurde und an deren Serienproduktion man gerne glauben will. Die Studie glänzt durch aussergewöhnliche Gadgets und ein Design, dass das bisher von Mazda vernachlässigte Segment der verbrauchseffizienten Kleinwagen anvisiert. Kiyora nennt sich der ökologische Musterknabe und soll in Zeiten der steigenden Benzinpreise und CO2-Abgaben für Mazda neue Käuferschichten akquirieren.
Im Design der Studie liess man sich beim Autobauer Mazda vom Wasser inspirieren. Das Äussere erinnert mit seiner Stromlinienform an einen Regentropfen, die Farbgebung reicht vom Grün eines Teiches über die Türkisfarben der japanischen Meeresküsten bis zur völligen Transparenz der Türen, die eine Illusion von Geräumigkeit und einem Verschwimmen von Innen und Aussen erzeugen. Die Hydrophilie der Mazdastudie Kiyora geht sogar soweit, dass der Kleinwagen dem Regenwasser etwas abgewinnen kann. Mithilfe einer nicht näher definierten Filtertechnologie soll das Regenwasser, welches Kiyora permanent einsammelt, gereinigt werden und in eine Trinkwasserflasche geleitet werden. Und saubere und geruchsneutrale Luft im Innenraum des Kiyora soll durch Aktivkohle garantiert werden. Mazda setzt auf Innovation mit grünem Anstrich. Besonders positiv fällt das Cockpit der Studie auf. Mazda kupfert hier bei Apple ab und versieht Kiyora mit frei Beweglichen anzeigen, vergleichbar mit der Benutzeroberfläche des Iphone. Auch hier wird das Wasser- und Stromliniendesign beibehalten.
Natürlich braucht der umweltbewusste Kleinwagen auch die entsprechende Motorentechnik.
Ein 1.3-Liter Motor soll vermutlich das Herz des Autos bilden und einen CO2-Ausstoss ermöglichen, der unter 90 Gramm liegen soll. Ein Verbrauch von etwa 3,1 – 3,7 Liter also nur. Das entspricht einer 30-prozentigen Reduktion im Vergleich zu anderen Fahrzeugen dieser Klasse. Ein Grund für die niedrigen Ausstosswerte könnte der eigens entwickelte Katalysator mit Single Nanotechnologie sein. Die Zukunft der Mazdastudie soll sogar noch umweltfreundlicher werden. Laut Mazda findet sich unter der Motorhaube noch genug platz für einen Einbau eines Lithiumakkus und ein Elektromotor, der entweder Ersatz oder wenigstens ein Hybrid sein soll. Über unzureichendes Interesse an der Studie Kiyora scheint man sich bei Mazda nicht beklagen zu können.

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