Abhandlung der Studie Mazda Ibuki

Atme die Energie

Am 25. Oktober 2003 öffnete die Tokyo Motor Show ihre Tore und präsentierte der interssierten Fachwelt erstmals die Konzeptstudie Mazda Ibuki. Das japanische Wort „Ibuki“ bedeutet: Energie atmen. Die Presse sah in dem kompakten Roadster-Cabrio-Konzept einen potentiellen Nachfolger des Klassikers MX-5.
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Obgleich die Konzernspitze von Mazda beteuerte, dass an eine Serienfertigung des Prototyps nicht gedacht sei.
Mit einem Radstand von 2,33 m und einer Gesamtlänge von 3,64 m ist das Design des Ibuki äußerst kompakt, fast zierlich gezeichnet. Um den kurzen Radstand möglich zu machen, mußte Mazda die Antriebseinheit des Roadsters um 40 cm in Richtung Fahrgastraum versetzen, was den Wagen einem Mittelmotorkonzept deutlich näher brachte. Um Platz für den Motor frei zu machen, wanderte die Klimaanlage hinter die Bestuhlung des reinen Zweisitzers.
Durch die weit ausgestellte Radhäuser, die kurzen Radüberhänge und die 18″ Räder wirkt der Ibuki trotz der geringen Größe recht bullig. Der Verzicht auf den oberen Windschutzscheibenrahmen und einen Überrollbügel machen den Wagen optisch breiter und nach oben luftiger. Das Fehlen jeglicher Sicherheitsfeatures war aber einer Weiterentwicklung zur Serienfertigung mit Sicherheit hinderlich. Bemerkenswert ist das extrem klare und reduzierte Design, das sich deutlich auf den Ur-MX-5 bezieht, jedoch auf verspielte Details wie Klappscheinwerfer oder angedeutete Stoßstangen verzichtet. Die Gestaltung des Ibuki basiert auf klaren Kreisformen.
Das Chassis scheint sich zu den Wagenenden kaum zu verjüngen. Durch ihre einheitliche Formensprache wirkt die Designstudie klassisch und dennoch zukunftsfähig. Besonders beeindruckend ist die Front mit ihrer tief angeordneten Lufteinlassöffnung, die an ein riesiges Fischmaul erinnert.
Der Antrieb des Ibuki basiert auf einem 1,6 Liter Reihen-Vierzylinder Benzinmotor, der kombiniert mit einem Elektromotor als Hybridantrieb rund 180 PS leisten sollte. Diese Motorisierung gepaart mit einer manuellen Sechsgang-Schaltung, hat dem leichten Wägelchen sicher zu beeindruckenden Fahrleistungen verholfen.
Es ist erstaunlich, dass die japanischen Autobauer so oft ihre designstärksten Konzepte am Ende der zahlenden Kundschaft vorenthalten. Das verwundert um so mehr, wenn man bedenkt, dass Mazda mit dem Roadster MX-5 der ersten Baureihen einen absoluten All-Time-Designklassiker erschaffen hatte. Vielleicht ist es die Ähnlichkeit mit dem Ur-MX-5, die der Konzeptstudie Ibuki letztlich den Weg in die Serie versperrte, denn wenn man sich das aktuelle MX-5 Design betrachtet, hat das Markenimage einen ganz anderen, neuen Designweg eingeschlagen. Dennoch bleibt es bis heute bedauerlich, dass nicht mehr Ibuki im aktuellen Mazda Roadster MX-5 steckt.

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