Kfz-Leasing – Finanzierung oder Barzahlung?
Falls Ihr Euch ein neues oder gebrauchtes Auto kaufen wollt, ist es heutzutage ja fast schon “normal”, des Deutschen Liebstes Kind zu finanzieren oder teil zu finanzieren. Wer hat denn schon mal auf die schnelle 20.000 oder mehr in bar? Da die meisten Autokredite deutlich günstiger sind, als “normale” Kredite liegt es natürlich nahe sich das Auto zu finanzieren. Wir sind kein Anbieter von Krediten und auch kein Kreditgeber, noch eine Bank. Aber wir haben Partner, die eben diese Services anbieten und bieten Euch auf unserer Homepage die Möglichkeit, die für Euch beste Lösung zu finden.
Stellt man den Vergleich über Kfz-Leasing, Finanzierung und Barzahlung an, so muß man grundsätzlich feststellen, dass das nicht so einfach zu beantworten ist, wie es oft in den Gesprächen am Stammtisch zu hören ist.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Antwort zu einem erheblichen Maße vom Kapitalmarkt abhängig ist und von der eigenen vorhandenen Geldanlage, die damit im Zusammenhang steht. Man hört oft, Kfz-Leasing sei im Gegensatz zur Kfz-Finanzierung zu teuer. Auch zu sagen, es sei noch immer am billigsten das Auto bar zu bezahlen kann falsch sein. Die Zahlen der statistischen Ämter sagen Dir, dass 70 Prozent aller Kraftfahrzeuge fremdfinanziert sind, das heißt, Leasing oder bankfinanziert. Wenn Du am Ende das Fahrzeug vom Leasinggeber zur Restsumme kaufst und umgeschrieben wird, hat der Kfz-Brief zwei Eintragungen von Eigentümern.
Du solltest auf jeden Fall beim Autokauf als Barkäufer auftreten, Auto gegen Barkasse. So kommst Du in keine Abhängigkeit zum Verkäufer und hast eine bessere Verhandlungsbasis über Rabatte zu sprechen, die heute beim Autokauf selbstverständlich sind. Wenn Du diesen ausgehandelten Preis hast, ist zu erkunden, ob der Verkäufer bereit ist, diesen Preis für ein Kfz-Leasing zugrunde zu legen. Wenn ja, dann erfährst du einen Preis, den Du monatlich als Leasingrate zu bezahlen hast. Dann solltest Du nach einem Finanzierungsangebot der Hausbank fragen, mit der der Händler arbeitet, oder vielleicht gibt es eine herstellereigene Bank. Jetzt hast Du zwei monatliche Beträge, Leasing und Finanzierung.
Jetzt solltest Du noch wissen, was Leasing ist und den Unterschied zur Finanzierung kennen. Das Wort Leasing kommt wie so vieles aus dem Englischen und bedeutet ‘mieten’ oder ‘pachten’. Der ‘Leasinggeber’, wie man ihn nennt, hinter dem meist eine Bank steht, vermietet Dir als ‘Leasingnehmer’ das Fahrzeug. Der Leasinggeber kann aber auch der Autohersteller sein. Beim Leasing bist Du für Wartung, Instandsetzung verantwortlich, was Du heute neben der Versicherung aber auch schon im Leasingvertrag mit einschließen lassen kannst, also mit mieten kannst. Auch der Anspruch aus der Gewährleistung geht auf Dich über, das kann positiv oder negativ sein, das weiß man am Anfang nicht, weil man nicht weiß, ob man die Gewährleistung in Anspruch nehmen muss. Zum Unterchied von der Finanzierung wird beim Leasing der Kraftfahrzeugbrief, der das Eigentum verbrieft, auf den Leasinggeber ausgestellt, er wird nach der Anmeldung des Fahrzeuges beim Leasinggeber hinterlegt. Beim Kredit ist der Kfz-Brief auf Deinen Namen ausgestellt, er wird aber bei der Bank zur Sicherheit hinterlegt.
Es heißt im Volksmund immer: “Das eigene Geld ist immer das billigste Geld”. Das stimmt immer dann, wenn Du das Geld auf dem Sparbuch hast und es keine besonders hohen Zinsen einbringt. Hast Du aber Dein Geld angelegt, vielleicht noch langfristig und mit hohen Zinsen, dann stimmt diese Regel für Dich nicht mehr, denn eine Geldanlage zu unterbrechen bringt Dir erhebliche Verluste.
Die Vorteile beim Leasing und beim Kredit sind, Du brauchst Dein eigenes Geld nicht einzusetzen und kann das Auto mit kleinen Beträgen bezahlen bzw. abmieten, leasen. Ist man bei der Finanzierung am Ende Eigentümer des Kraftfahrzeuges, ist das beim Leasing nicht so, Du gibst das Fahrzeug zurück. Beim Leasing kann Du das Auto am Ende kaufen, zu einem Preis, der am Beginn des Leasingvertrages vereinbart wurde. Kauf kann beim Leasingablauf günstig sein, auch unter dem Gesichtspunkt, dass das Fahrzeug bei der Rückgabe auf Schäden überprüft wird und es oft zu Nachzahlungen aufgrund überhöhter Abnutzung kommen kann.
Dass Du am Ende beim Leasing kein Auto mehr hast, kann insofern für Dich ein Vorteil sein, denn Du brauchst Dich nicht mit dem Kauf herumzuschlagen. Andererseits ist die Leasingsrate, die Du im Monat zahlst, höher als die Summe, die Du für einen Kredit bezahlst
Bist Du Gewerbetreibender und machst Gewinne, ist Leasing in den meisten Fällen vorteilhaft, denn man kann den gesamten monatlichen Leasingbetrag steuerlich geltend machen. Vor einem Leasingkauf ist auf jeden Fall ein Steuerberater zu Rate zu ziehen. Für den Selbständigen ist auch Leasing interessant, da er das Geld für andere Investitionen zur Verfügung hat, es belastet nicht Deine Liquidität, wie die Bankleute sagen.
Du als Privatmann kannst keine Kosten steuerlich absetzen aus einem Leasingvertrag. Aber wenn von vorneherein feststeht, dass Du Dein Fahrzeug immer wieder am Ende der Leasingzeitabgeben willst und nichts mit dem Restwert zu tun haben willst, ist Leasing eine bequeme Sache. Wenn Du vom Autobauer den Leasinvertrag bekommst, das sogenannte Herstellerleasing, dann kann Leasing vorteilhaft sein, wenn der Hersteller einige Besonderheiten kostenfrei in den Vertrag einschließt, zum Beispiel Wartung und Inspektion usw.
Was man auch immer nimmt, Kfz-Finanzierung als Kredit oder Kfz-Leasing, man muss immer rechnen, selbst wenn man das Auto bar bezahlen kann. Hier sei der Hinweis noch einmal wiederholt, erst solltest Du den Kaufpreis als Barzahler aushandeln und dieser Kaufpreis sollte immer die Grundlage für Deine Entscheidung sein.
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